Serengeti Reisen
Edle Safari Lodges und komfortable Hotels in der Serengeti
Endlose Ebenen – das Herz Tansanias
Der Name Serengeti stammt aus der Sprache der Massai und bedeutet sinngemäss «endloses Land» – treffender lässt sich diese Landschaft kaum beschreiben. Goldgelbe Grassavannen dehnen sich bis zum Horizont, unterbrochen von Schirmakazien und markanten Granitfelsen, den sogenannten Kopjes, auf denen gerne Löwen ruhen. Im Süden dominieren offene Kurzgrasebenen, die Zentralserengeti rund um Seronera ist von Flussläufen durchzogen, und der Norden zeigt sich hügelig und grün. Diese Vielfalt macht die Serengeti zum idealen Kernstück einer Rundreise durch Tansania.
Die Grosse Migration im Jahreslauf
Die Grosse Migration ist eines der eindrücklichsten Naturschauspiele Afrikas: In einem ewigen Kreislauf ziehen gewaltige Gnu- und Zebraherden dem Regen und dem frischen Gras hinterher. Von Januar bis März versammeln sich die Herden zur Kalbungszeit auf den Kurzgrasebenen der südlichen Serengeti, wo innert weniger Wochen unzählige Jungtiere zur Welt kommen – und die Raubkatzen nie weit sind. Anschliessend wandern die Tiere über die westlichen Korridore nordwärts, bis von Juli bis Oktober im Norden die dramatischen Querungen des Mara-Flusses stattfinden.
Mit dem Einsetzen der Regenfälle kehren die Herden in den Süden zurück, und der Kreislauf beginnt von Neuem. Welche Monate sich für welche Region eignen, zeigt Ihnen unsere Übersicht zur besten Reisezeit für Tansania.
Big Five auf Ihrer Serengeti Safari
Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn – die Big Five sind in der Serengeti zu Hause. Löwenrudel lassen sich besonders gut rund um die Kopjes und in der Zentralserengeti beobachten, Leoparden ruhen in den Bäumen entlang der Flussläufe, während Geparden auf den offenen Ebenen jagen. Das seltene Spitzmaulnashorn ist am ehesten im Gebiet der Moru Kopjes anzutreffen. Dazu kommen Elefanten, Giraffen, Hyänen und eine reiche Vogelwelt. Auf unseren Safaris in Tansania begleiten Sie erfahrene Guides, die Fährten lesen und Sie zur richtigen Zeit an die richtigen Orte bringen.
Zentral, Nord oder Süd – die richtige Lodge-Lage
Die Lage Ihrer Unterkunft entscheidet massgeblich darüber, was Sie erleben: Die Zentralserengeti um Seronera bietet das ganze Jahr über hervorragende Tierbeobachtungen und eignet sich ideal für Einsteiger sowie für die Kombination mit dem Ngorongoro-Krater. Der Norden ist von Juli bis Oktober die erste Wahl für die Flussquerungen, der Süden von Januar bis März für die Kalbungszeit.
Unsere handverlesene Auswahl an Serengeti-Lodges und Camps – von der komfortablen Lodge bis zum mobilen Zeltcamp, das mit der Migration weiterzieht – finden Sie direkt unter diesem Text. Besonders bequem erreichen Sie die abgelegenen Regionen auf einer Flugsafari mit dem Buschflugzeug.
Anreise, Distanzen und Fahrzeiten
Ab der Schweiz reisen Sie mit einer Umsteigeverbindung zum Kilimanjaro International Airport bei Arusha; Daressalam dient als Einstieg für den Süden und Westen des Landes. Arusha ist das Tor zur nördlichen Safariroute: Hier starten die Fahrten in die Parks, hier werden Fahrzeuge und Guides eingeteilt, und viele Gäste übernachten vor oder nach der Safari eine Nacht in der Stadt oder im nahen Hochland.
Auf dem Landweg liegen zwischen Arusha und dem Naabi-Hill-Tor im Süden der Serengeti gut 300 Kilometer. Realistisch sind sieben bis acht Stunden, denn der letzte Abschnitt führt über Naturpisten und unterwegs kommen Halte im Tarangire Nationalpark oder am Lake Manyara dazu. Wer zeitig aufbricht, nutzt die Anfahrt bereits als erste Pirschfahrt.
Schneller geht es mit dem Buschflugzeug. Kleine Maschinen verbinden Arusha und Kilimanjaro mehrmals täglich mit den Pisten von Seronera, Ndutu, Grumeti, Lobo und Kogatende, dazu bestehen Verbindungen an die Küste. Das Gepäck ist begrenzt, meist auf rund fünfzehn Kilogramm in einer weichen Tasche ohne Hartschale. Routen und Ablauf zeigen wir Ihnen bei den Flugsafaris in Tansania.
Bewährt hat sich die Mischform: hin mit dem Geländewagen über die Krater-Region, zurück in der Luft. So erleben Sie die Landschaftsstufen vom Hochland bis in die Ebene, sparen den langen Rücktransfer und gewinnen einen zusätzlichen Safaritag. Auch innerhalb des Parks sind die Wege weit – vom Süden in den Norden dauert eine Fahrt mehrere Stunden, weshalb sich ein Standortwechsel per Flug häufig lohnt.
Die Teilgebiete und ihre Nachbarn
Der Serengeti National Park – in englischsprachigen Unterlagen erscheint das Land als Tanzania – bildet den Kern eines weit grösseren Ökosystems. Im Südosten schliesst die Ngorongoro Conservation Area mit der Ndutu-Region an, im Westen und Norden folgen die Wildschutzgebiete Grumeti, Ikorongo und Maswa, und jenseits der Landesgrenze geht die Savanne in die kenianische Masai Mara über.
Die Ndutu-Region ist zur Kalbungszeit gefragt, weil dort abseits der Pisten gefahren werden darf und Fahrzeuge näher an ein Geschehen wie eine Jagd heranfahren können. Im westlichen Korridor entlang des Grumeti-Flusses ziehen die Herden meist im Frühsommer durch, begleitet von grossen Krokodilen. Der Norden um Kogatende und Lobo zeigt sich hügelig und felsig und ist auch ausserhalb der Migrationsmonate wildreich.
Im Südwesten liegen die Moru Kopjes mit Felsmalereien und einem Klangfelsen der Massai; hier halten sich auch Spitzmaulnashörner auf. Wichtig für die Planung: Im Nationalpark selbst sind Nachtpirschfahrten und Fusssafaris nicht gestattet. In den angrenzenden Konzessionen und Wildschutzgebieten dagegen schon – dort gehen Sie mit einem bewaffneten Ranger zu Fuss oder suchen nach Einbruch der Dunkelheit nachtaktive Tiere.
Wer die Wanderung der Herden über zwei Länder verfolgen möchte, hängt einen Aufenthalt in der Masai Mara an. Beide Gebiete gehören zum selben Ökosystem; die Grenze überqueren Sie per Flug oder auf dem Landweg. Für Wiederholungsgäste ist diese Verbindung reizvoll, weil sich Landschaft, Guiding-Stil und Camp-Kultur der beiden Länder spürbar unterscheiden.
Unterkunftstypen und der Ablauf eines Safaritags
Drei Formen von Unterkünften prägen das Gebiet. Klassische Lodges sind fest gebaut, verfügen über Pool, durchgehende Stromversorgung und oft Familienzimmer. Permanente Zeltcamps bieten grosszügige Safarizelte mit richtigem Bett und eigenem Bad, bleiben aber ganzjährig am selben Standort. Mobile Camps ziehen mehrmals im Jahr mit den Herden um und stehen dann nah am Geschehen, sind dafür schlichter ausgestattet.
Ein Safaritag beginnt früh: Aufbruch im ersten Licht, wenn die Katzen noch aktiv sind, Rückkehr zum späten Frühstück, Pause über Mittag und am Nachmittag die zweite Ausfahrt. Alternativ nehmen Sie ein Lunchpaket mit und bleiben den ganzen Tag draussen – sinnvoll, wenn die Herden gerade weit entfernt stehen oder Sie ein bestimmtes Gebiet gezielt absuchen möchten.
Unterwegs sind Sie in Geländewagen mit Dachluke. Im privaten Fahrzeug ist Ihnen der Fensterplatz sicher und Sie entscheiden selbst, wie lange Sie bei einer Szene bleiben – ein Argument für alle, die fotografieren. Bei geteilten Fahrten teilen Sie Wagen und Guide mit anderen Gästen, was den Rhythmus des Tages mitbestimmt und die Aufenthaltsdauer an jedem Punkt beeinflusst.
Über den Ebenen der Zentralserengeti und saisonal auch über weiteren Gebieten steigen bei Sonnenaufgang Heissluftballone auf; nach der Landung wird im Busch gefrühstückt. Solche Zusatzleistungen sind ebenso kontingentiert wie die kleinen Camps mit einer Handvoll Zelten. Beides planen Sie deshalb möglichst früh ein, besonders für die Ferienzeiten und die Monate der Flussquerungen.
Bausteine kombinieren: Nordroute, Küste und Verlängerungen
Die klassische Nordroute verbindet Tarangire, Lake Manyara, das Ngorongoro-Hochland und die Serengeti. In sechs bis acht Tagen lässt sich diese Abfolge gut fahren, wobei mindestens drei Nächte in der Serengeti sinnvoll sind. Bei nur einer Nacht verbringen Sie den halben Aufenthalt mit An- und Abreise und sehen von der Weite der Ebene wenig.
Der zweite Klassiker führt von der Piste ans Meer: Sansibar – englisch Zanzibar geschrieben – liegt eine kurze Flugstunde entfernt, ruhiger geht es auf Pemba und Mafia zu. Rechnen Sie einen Transfertag dazwischen ein, meist mit Zwischenhalt in Arusha oder Daressalam. Nach staubigen Safaritagen ist der Wechsel ans Wasser eine wohltuende Umstellung.
Sportlich Ambitionierte stellen der Safari ein Trekking voran. Kilimanjaro und Mount Meru verlangen mehrere Tage Aufstieg und eine sorgfältige Höhenanpassung; die anschliessenden Safaritage im Fahrzeug wirken danach wie eine Erholung. Die möglichen Routen und Konditionsanforderungen finden Sie bei unseren Trekkings in Tansania.
Wer Ostafrika bereits kennt, weicht auf den Süden und Westen aus: Ruaha, das Selous-Gebiet im Nyerere Nationalpark, Katavi oder die Schimpansenberge von Mahale sind deutlich ruhiger und lassen sich mit Boots- und Fusssafaris erleben. Auch die Gorilla-Gebiete in Ruanda und Uganda kommen als Verlängerung infrage, benötigen jedoch zusätzliche Flüge und Genehmigungen.
Praktisches für Ihre Serengeti Safari
Die Ebene liegt zwischen rund 1'100 und 1'800 Metern über Meer, der Kraterrand im Ngorongoro-Hochland noch einmal deutlich höher. Entsprechend kühl sind die Nächte: In den trockenen Monaten Juni bis August ist es im Morgengrauen empfindlich frisch, während die Mittagsstunden warm werden. Fleecejacke, lange Hose, Mütze und ein Windschutz für die offene Dachluke gehören ins Gepäck.
Zwei Regenzeiten gliedern das Jahr: die langen Regen im Frühjahr, die kurzen gegen Jahresende. Regen bedeutet meist kräftige Schauer statt Dauernässe, dafür grüne Landschaft, viele Jungtiere und ruhigere Pisten. In der Trockenzeit sammeln sich die Tiere an den verbliebenen Wasserstellen, die Sicht durch das niedrige Gras ist offener und die Camps sind stärker belegt.
Kleidung in gedeckten Tönen ist praktisch; helles Weiss wird rasch staubig, dunkles Blau und Schwarz ziehen in bewaldeten Abschnitten Tsetsefliegen an. Nützlich sind ein eigenes Fernglas, Sonnenschutz, eine Staubhülle für die Kamera und genügend Speicherkarten. In abgelegenen Camps läuft die Stromversorgung oft über Solaranlagen, das Mobilfunknetz deckt längst nicht alle Gebiete ab.
Für die Einreise nach Tansania benötigen Sie ein Visum, das sich im Voraus beantragen lässt, sowie einen ausreichend lange gültigen Pass; je nach Reiseweg werden zusätzliche Impfnachweise verlangt. Die Region ist Malariagebiet – zu Prophylaxe und Mückenschutz berät Sie Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder ein reisemedizinisches Zentrum. Klären Sie das rechtzeitig ab, da manche Vorkehrungen Vorlauf brauchen.
Mit Kindern ist die Serengeti machbar, verlangt aber Planung: lange Fahrtage, ein Mindestalter in einzelnen Camps und die Regel, das Fahrzeug ausserhalb markierter Zonen nicht zu verlassen. Familienzelte, ein privates Fahrzeug und kürzere Etappen entschärfen vieles. Anregungen dazu finden Sie bei unseren Familienreisen nach Tansania.
Das hängt davon ab, welches Kapitel der Migration Sie erleben möchten: Von Januar bis März steht die Kalbungszeit auf den Kurzgrasebenen der südlichen Serengeti im Zentrum, von Juli bis Oktober finden die spektakulären Flussquerungen im Norden statt. Die Zentralserengeti bietet dank ihrer standorttreuen Tierwelt das ganze Jahr über hervorragende Beobachtungen. Unsere Spezialisten stimmen Reisezeit, Route und Lodge-Lage präzise aufeinander ab.
Ja, die Kombination aus Safari und Strand ist ein Klassiker: Nach erlebnisreichen Pirschfahrten in der Serengeti entspannen Sie an den weissen Stränden des Indischen Ozeans. Passende Resorts und Inseln finden Sie unter unseren Badeferien auf Sansibar. Gerne stellen wir Ihnen die ideale Kombination aus Safari-Tagen und Strandverlängerung zusammen.
Drei Nächte gelten als sinnvolles Minimum: ein Tag für An- und Abreise, zwei volle Safaritage. Wer mehrere Teilgebiete sehen möchte, etwa Süden und Norden, plant vier bis fünf Nächte und wechselt den Standort per Buschflug. Eingebettet in die Nordroute mit Tarangire, Manyara und dem Ngorongoro-Hochland ergibt sich meist eine Reise von sechs bis neun Tagen, mit Badeverlängerung entsprechend mehr.
Den grössten Anteil machen Unterkunft sowie Fahrzeug mit Guide aus. Dazu kommen die staatlichen Park- und Konzessionsgebühren, die pro 24 Stunden anfallen. Weiter wirken sich Reisezeit, Lage und Kategorie der Camps, private oder geteilte Pirschfahrten sowie Buschflüge statt Landtransfer aus. Interne Flüge, Ballonfahrten und Trinkgelder werden separat kalkuliert. Wir stellen Ihnen die Bausteine nachvollziehbar zusammen.
Beides hat seine Berechtigung. Die Fahrt ab Arusha dauert sieben bis acht Stunden, führt aber durch Hochland, Grabenbruch und Krater-Region und erlaubt Zwischenstopps in weiteren Parks. Der Buschflug dauert gut eine Stunde, schont Zeit und Rücken und erschliesst abgelegene Pisten im Norden. Häufig kombinieren wir beides: auf dem Hinweg über Land, auf dem Rückweg in der Luft.
Ja, sofern Alter und Programm zusammenpassen. Einzelne Camps setzen ein Mindestalter, andere führen Familienzelte und altersgerechte Aktivitäten wie Spurenlesen mit dem Guide. Bewährt haben sich ein privates Fahrzeug, kürzere Fahretappen und Unterkünfte mit Pool für die Mittagsstunden. Wichtig ist, dass Kinder die Sicherheitsregeln verstehen und einhalten: im Fahrzeug bleiben und sich im Camp abends nur begleitet bewegen.
Eine Lodge ist fest gebaut, meist grösser, mit Pool und durchgehender Stromversorgung, also komfortabel und wetterunabhängig. Ein mobiles Zeltcamp zieht mehrmals im Jahr um und steht dort, wo die Herden gerade sind; die Ausstattung ist einfacher, die Geräuschkulisse der Nacht dafür unmittelbar. Permanente Zeltcamps liegen dazwischen. Was passt, hängt von Reisezeit, Komfortanspruch und gewünschter Nähe zum Geschehen ab.
Ein langer Vorlauf zahlt sich aus. Die kleinen Camps in den Migrationsgebieten, im Süden zur Kalbungszeit und im Norden zur Zeit der Flussquerungen, sind oft rund ein Jahr im Voraus stark belegt, ebenso die Schulferienwochen. Auch Ballonfahrten und private Fahrzeuge sind begrenzt verfügbar. Bei kurzfristigen Anfragen finden wir meist Alternativen in anderen Teilgebieten oder benachbarten Konzessionen.
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